
Nizza ist die heimliche Hauptstadt der Côte d'Azur und einer der schönsten Orte am französischen Mittelmeer. Schon beim ersten Spaziergang über die berühmte Promenade des Anglais merkst du, warum die Stadt seit über 150 Jahren Reisende anzieht: türkisblaues Wasser, die geschwungene Bucht Baie des Anges und ein Licht, das einst auch Maler wie Matisse und Chagall hierher lockte. In der pastellfarbenen Altstadt, der Vieille Ville, verlierst du dich in engen Gassen, kleinen Plätzen und auf dem lebhaften Blumen- und Wochenmarkt am Cours Saleya. Von der Anhöhe des Colline du Château hast du einen traumhaften Blick über die roten Dächer und das Meer. Nizza verbindet dabei mediterranes Flair mit italienischem Einschlag – kein Wunder, denn die Stadt gehörte lange zum Haus Savoyen. Tagsüber lockt der Strand, abends die Bars und Restaurants der Altstadt. Ob als entspannter Badeurlaub, kultureller Städtetrip oder Ausgangspunkt für Ausflüge nach Monaco, Cannes oder in die Provence: Nizza ist ein Reiseziel, das fast das ganze Jahr über funktioniert und dich mit Charme und Lebensfreude empfängt.

Das Wahrzeichen von Nizza ist die Promenade des Anglais, die elegante Uferpromenade entlang der Baie des Anges, ideal zum Flanieren, Joggen oder Radeln. Direkt dahinter liegt die Altstadt (Vieille Ville) mit ihren engen Gassen, der barocken Kathedrale Sainte-Réparate und dem farbenfrohen Markt am Cours Saleya. Steig hinauf zum Colline du Château: Die Schlossanlage selbst ist zwar nicht mehr erhalten, doch der Park und die Aussichtsplattform bieten den besten Panoramablick über Stadt und Meer. Kunstliebhaber sollten das Musée Matisse im Stadtteil Cimiez und das Musée National Marc Chagall besuchen. Sehenswert ist auch der Place Masséna mit seinen rot-ocker Fassaden und dem modernen Brunnen. Ein echtes Highlight ist die russisch-orthodoxe Kathedrale Saint-Nicolas mit ihren bunten Zwiebeltürmen. Wer Ruhe sucht, spaziert durch den weitläufigen Park Promenade du Paillon. Und für den klassischen Postkartenblick lohnt sich ein Abstecher zur Halbinsel und zum Hafen Port Lympia mit seinen bunten Fischerhäusern.

Nizza profitiert von einem milden Mittelmeerklima mit sehr vielen Sonnenstunden im Jahr. Die schönste Zeit für einen Städtetrip sind das Frühjahr (April bis Juni) und der Frühherbst (September bis Oktober): Dann ist es angenehm warm, die Stadt nicht überfüllt und das Meer im Spätsommer noch badewarm. Die Hochsaison liegt im Juli und August, wenn es heiß und voll wird und die Preise spürbar steigen – dafür ist Badewetter garantiert. Auch der Winter hat seinen Reiz: Mit milden Temperaturen und vergleichsweise viel Sonne eignet sich Nizza gut für eine ruhige Auszeit, etwa rund um den berühmten Karneval im Februar. Wer baden möchte, plant am besten zwischen Juni und Oktober.

Die Küche Nizzas ist mediterran, italienisch geprägt und herrlich bodenständig. Probier unbedingt die Socca, einen dünnen Fladen aus Kichererbsenmehl, der frisch vom Blech gegessen wird – am besten an einem Stand in der Altstadt. Klassiker sind außerdem die Salade Niçoise, die gefüllte Pissaladière (Zwiebelkuchen mit Sardellen und Oliven) und Petits Farcis, gefülltes Gemüse. Zum Naschen lockt Glace, etwa an der berühmten Eisdiele am Hafen. Die meisten Restaurants, Bistros und Bars findest du in der Vieille Ville rund um den Cours Saleya und in den Gassen dahinter, wo abends das Leben pulsiert. Etwas schicker geht es im Viertel um den Hafen und entlang der Promenade zu. Für den Einkauf frischer Produkte ist der Markt am Cours Saleya morgens ein Muss. Wer Wein mag, sollte einen lokalen Rosé aus der Provence probieren – perfekt zu einem lauen Sommerabend.

Nizza ist über den Flughafen Nice Côte d'Azur sehr gut erreichbar – es ist einer der größten Flughäfen Frankreichs und liegt nur wenige Kilometer westlich des Zentrums. Vom Airport bringt dich die moderne Straßenbahnlinie (Tram) bequem und günstig in die Innenstadt. Wer mit dem Zug anreist, kommt am zentralen Bahnhof Nice-Ville an, der gut an das französische und italienische Netz angebunden ist. In der Stadt selbst kommst du am besten zu Fuß voran: Altstadt, Promenade und Hafen liegen nah beieinander. Ergänzend gibt es ein gut ausgebautes Tram- und Busnetz von Lignes d'Azur, mit dem du auch die Außenviertel und Museen erreichst. Praktisch sind die Leihräder und E-Scooter für kurze Strecken entlang der Küste. Ein eigenes Auto brauchst du in der Stadt nicht – Parken ist teuer und Parkplätze sind knapp. Für Ausflüge nach Monaco, Cannes oder Menton eignen sich die regionalen Züge entlang der Küste ideal.