
Zypern ist die drittgrößte Insel des Mittelmeers und vereint auf engem Raum erstaunlich viele Gesichter. Im Süden findest du lange Sandstrände, klares Wasser und lebhafte Küstenorte wie Limassol, Larnaka und Paphos. Fährst du ins Landesinnere, steigt die Straße hinauf ins Troodos-Gebirge, wo kleine Bergdörfer, byzantinische Kirchen und im Winter sogar Schnee auf dich warten. Wer Geschichte mag, kommt hier voll auf seine Kosten: Antike Stätten, römische Mosaiken und mittelalterliche Burgen erzählen von Griechen, Römern, Kreuzfahrern und Osmanen. Der mythologische Geburtsort der Liebesgöttin Aphrodite liegt an der Südwestküste und zieht bis heute viele Besucher an. Kulinarisch erwartet dich die typische zyprische Meze mit zahllosen kleinen Gerichten, dazu Halloumi-Käse, frischer Fisch und Wein aus heimischen Reben. Die Insel ist geteilt: Der griechisch geprägte Süden und der türkisch geprägte Norden haben jeweils ihren eigenen Charakter. Reisegründe gibt es viele – Badeurlaub, Wandern, Tauchen, Kultur oder einfach gutes Essen unter der Sonne. Zypern eignet sich für Paare, Familien und Aktivurlauber gleichermaßen und lässt sich dank überschaubarer Entfernungen gut mit dem Mietwagen erkunden.

Zypern genießt ein mediterranes Klima mit langen, heißen Sommern und milden Wintern. Für einen klassischen Badeurlaub sind die Monate Juni bis September ideal: Dann ist es durchgehend sonnig und warm, das Meer angenehm temperiert. Im Hochsommer kann es vor allem im Landesinneren sehr heiß werden, an der Küste sorgt der Wind für etwas Abkühlung. Frühling (April bis Mai) und Herbst (Oktober) gelten als besonders angenehm zum Wandern, für Städtetouren und zum Erkunden der antiken Stätten, da die Temperaturen milder sind und die Insel grün blüht. Auch Baden ist im Oktober oft noch möglich. Der Winter ist mild und regnerischer, eignet sich aber gut für Kultur und Natur. Im Troodos-Gebirge fällt zwischen Januar und März teils Schnee, sodass dort sogar kurzes Skifahren möglich ist. Welche Zeit für dich passt, hängt also vor allem von deinen geplanten Aktivitäten ab.

Die Kosten auf Zypern bewegen sich im mittleren europäischen Bereich und hängen stark von Saison und Region ab. Für eine einfache Unterkunft oder ein Mittelklassehotel solltest du je nach Lage und Reisezeit mit ca. 60 bis 130 Euro pro Nacht für ein Doppelzimmer rechnen; in der Hauptsaison und in beliebten Küstenorten liegen die Preise oft höher. Ein einfaches Essen in einer Taverne kostet ca. 12 bis 20 Euro pro Person, eine klassische Meze für zwei häufig ca. 40 bis 60 Euro. Ein Kaffee schlägt mit ca. 2 bis 4 Euro zu Buche. Ein Mietwagen ist auf der Insel sehr praktisch und kostet je nach Modell und Saison ca. 30 bis 60 Euro pro Tag. Diese Angaben sind grobe Richtwerte und können je nach Anbieter, Buchungszeitpunkt und Komfortklasse deutlich variieren. Wer flexibel reist und außerhalb der Hochsaison bucht, kann oft sparen.

Zypern bietet eine beeindruckende Mischung aus Kultur, Natur und Aktivurlaub. In Paphos solltest du den archäologischen Park mit seinen weltberühmten römischen Mosaiken und die in den Fels gehauenen Königsgräber besuchen – beides zählt zum UNESCO-Welterbe. Nicht weit entfernt liegt der Felsen der Aphrodite (Petra tou Romiou), der mythologische Geburtsort der Liebesgöttin. In der lebhaften Hafenstadt Limassol locken die mittelalterliche Burg und die moderne Marina. Larnaka punktet mit der Kirche Agios Lazaros und dem nahen Salzsee, an dem im Winter Flamingos rasten. Wer Natur sucht, wandert im Troodos-Gebirge zu Wasserfällen und bemalten byzantinischen Kirchen oder erkundet die wilde Akamas-Halbinsel mit der Blauen Lagune. Im geteilten Nikosia kannst du die historische Altstadt innerhalb der venezianischen Stadtmauern erkunden. Beliebte Aktivitäten sind zudem Tauchen am Wrack der Zenobia vor Larnaka, Bootstouren entlang der Küste und Weinproben in den traditionellen Weindörfern. Für Familien bieten sich Wasserparks und die feinsandigen Strände rund um Ayia Napa und Protaras an.

Zypern lässt sich grob in mehrere reizvolle Regionen einteilen. Der Südwesten rund um Paphos ist geprägt von Geschichte, Küstenpfaden und der wilden Akamas-Halbinsel, einem der letzten unberührten Naturgebiete der Insel mit der berühmten Blauen Lagune. Die Region Limassol an der Südküste verbindet Stadtleben, Strände und die Nähe zu den Weindörfern des Vorgebirges, etwa rund um Omodos. Im Zentrum erhebt sich das Troodos-Gebirge mit dem höchsten Gipfel der Insel, dem Olympos, kühlen Wäldern, klaren Bergbächen und ursprünglichen Dörfern wie Kakopetria oder Platres – ideal zum Wandern und Durchatmen. Der Südosten um Ayia Napa und Protaras ist bekannt für seine hellen Sandstrände und das türkisfarbene Wasser, etwa am Nissi Beach, und beliebt bei Familien und jungen Reisenden. Larnaka im Osten ist mit dem internationalen Flughafen oft der Ausgangspunkt und überzeugt mit Strandpromenade und Salzsee. Die Hauptstadt Nikosia im Landesinneren bietet schließlich Kultur und das besondere Erlebnis einer geteilten Stadt.