Phuket – Tropeninsel zwischen Traumstränden und Tempeln
Phuket ist die größte Insel Thailands und liegt im Süden des Landes in der Andamanensee. Schon beim ersten Schritt aus dem Flieger empfängt dich feuchtwarme Tropenluft, der Duft von Frangipani und das Versprechen langer Sandstrände. Im Westen reihen sich Buchten wie Patong, Karon und Kata aneinander, während das Inselinnere von dichtem Dschungel und sanften Hügeln geprägt ist. Im Südosten wartet die Altstadt von Phuket-Stadt mit ihren bunten chinesisch-portugiesischen Häusern, kleinen Cafés und lebhaften Märkten. Hier merkst du schnell, dass Phuket weit mehr ist als nur Strand: Über Jahrhunderte trafen sich hier Händler aus China, Indien und Europa und prägten Architektur, Küche und Feste. Tagsüber lockt das türkisfarbene Meer zum Schnorcheln, Tauchen oder zu Bootstouren in die berühmte Phang-Nga-Bucht. Abends verwandelt sich vor allem Patong in ein Meer aus Lichtern, Garküchen und Musik. Wer es ruhiger mag, findet im Norden und Osten der Insel stillere Buchten und kleine Fischerdörfer. Phuket verbindet Strandurlaub, Kultur und Abenteuer auf engem Raum, und macht damit fast jeden Aufenthalt vielseitig.
Das Wahrzeichen der Insel ist der Big Buddha auf dem Nakkerd-Hügel: Die 45 Meter hohe, weiß verkleidete Statue thront über der Landschaft und belohnt dich mit einem weiten Rundumblick über Chalong-Bucht und Küste. Nicht weit entfernt liegt der Wat Chalong, der wichtigste und schönste buddhistische Tempel Phukets mit reich verzierten Pagoden. In Phuket-Stadt lohnt ein Bummel durch die Altstadt rund um die Thalang Road, wo dich farbenfrohe Sino-portugiesische Häuser, Wandmalereien und Teehäuser erwarten. Wer das Meer liebt, steuert das Kap Promthep an der Südspitze an, ein beliebter Aussichtspunkt für Sonnenuntergänge. Bei den Stränden gehört Kata Noi zu den schönsten, während Patong Beach für Trubel und Action steht. Bootsausflüge bringen dich zu den vorgelagerten Phi-Phi-Inseln und in die spektakuläre Phang-Nga-Bucht mit ihren steil aufragenden Kalkfelsen. Tierfreunde besuchen verantwortungsvolle Auffangstationen für Elefanten im Inselinneren.
Phuket liegt in den Tropen, deshalb ist es das ganze Jahr über warm mit Temperaturen meist zwischen 28 und 33 Grad. Für deine Planung ist weniger die Temperatur entscheidend als die Menge an Regen. Am besten reist du in der Trockenzeit von etwa November bis April: Dann erwarten dich viel Sonne, ruhigere See und ideale Bedingungen zum Baden, Schnorcheln und für Bootstouren. Die Monate Dezember bis Februar gelten als besonders angenehm, sind aber auch Hauptsaison mit höheren Preisen. Von Mai bis Oktober herrscht Regenzeit mit dem Südwestmonsun, kräftigen, oft kurzen Schauern und teils starkem Wellengang an der Westküste. Wer Ruhe und günstige Preise sucht, findet auch in dieser Zeit grüne Landschaften und weniger Trubel.
Phukets Küche ist herrlich vielfältig und stark von der chinesischen Einwanderungsgeschichte geprägt. Probier unbedingt die lokale Spezialität Mee Hokkien, gebratene Nudeln mit Ei und Fleisch, oder die berühmten Dim Sum zum Frühstück. Klassiker der thailändischen Küche wie Pad Thai, grünes Curry, Tom Yum Goong und frischer Fisch gibt es an jeder Ecke, besonders günstig und authentisch an den Garküchen der Nachtmärkte. Der Sonntags-Walking-Street-Markt in der Altstadt von Phuket-Stadt ist ein Paradies für Streetfood-Fans. Zum Ausgehen ist Patong das Zentrum des Nachtlebens, vor allem rund um die berühmte Bangla Road mit Bars, Clubs und Live-Musik. Ruhiger und stilvoller geht es in den Strandbars von Kata und Karon oder in den hippen Cafés und Cocktailbars der Altstadt zu. Frische Kokosnüsse, Mango Sticky Rice und tropische Säfte runden den Tag ab.
Die Anreise läuft in der Regel über den internationalen Flughafen Phuket (HKT) im Norden der Insel, der aus Europa mit Umstieg sowie aus Bangkok angeflogen wird. Vom Flughafen erreichst du die Strände im Süden per Flughafenbus, Minivan, Taxi oder vorab gebuchtem Transfer in rund einer Stunde. Ein klassisches ÖPNV-Netz fehlt weitgehend; zwischen den Orten fahren bunte Songthaews, also umgebaute Pick-ups, vor allem zwischen Phuket-Stadt und den Stränden. Innerorts sind Tuk-Tuks und App-basierte Fahrdienste wie Grab praktisch, aber teils ganz schön teuer. Viele Reisende mieten einen Roller, um flexibel zu sein, achte dabei aber auf den Linksverkehr, kurvige Straßen und die Helmpflicht. Größere Strecken im Inselinneren legst du am besten mit dem Mietwagen zurück. In den Strandorten und in der kompakten Altstadt kommst du gut zu Fuß voran.