Philippinen – Inselträume zwischen Korallenriffen und Vulkanen
Die Philippinen bestehen aus über 7.000 Inseln, und genau das macht ihren Reiz aus: Hier reihen sich weiße Sandstrände an türkisfarbene Lagunen, schroffe Kalksteinfelsen an grüne Reisterrassen. Wenn du gern schnorchelst oder tauchst, findest du in den Gewässern rund um Palawan und Cebu einige der artenreichsten Korallenriffe der Welt. An Land warten die berühmten Reisterrassen von Banaue, die rauchenden Vulkane rund um den Taal-See und das quirlige Leben in Manila. Die Filipinos gelten als extrem herzlich und gastfreundlich, und weil Englisch zweite Amtssprache ist, kommst du fast überall problemlos durch. Kulinarisch lohnt es sich, Gerichte wie Adobo, Sinigang oder das süße Halo-Halo zu probieren. Ob du durch die Lagunen von El Nido paddelst, mit Walhaien in Donsol schwimmst oder einfach in der Hängematte den Sonnenuntergang genießt, die Philippinen verbinden Abenteuer und Entspannung auf engem Raum. Plan aber ruhig genug Zeit ein, denn die Wege zwischen den Inseln führen oft über Boot und Inlandsflug und brauchen ihren eigenen Rhythmus.
Die Philippinen liegen in den Tropen, entsprechend ist es das ganze Jahr über warm. Grob unterscheidet man die Trockenzeit von etwa Dezember bis Mai und die Regenzeit von Juni bis November, in die auch die Taifun-Saison fällt. Am angenehmsten reist du für die meisten Inseln von Januar bis April: viel Sonne, vergleichsweise wenig Regen und gute Bedingungen zum Baden, Schnorcheln und Tauchen. Für Strand und Inselhopping in Palawan, Cebu oder Bohol ist diese Phase ideal. Beachte aber, dass das Wetter regional schwankt, während es im Westen trocken ist, kann der Osten noch Regen abbekommen. Wer den Menschenmassen entgehen will, reist am besten in den Randmonaten Mai oder Dezember. Während der Taifun-Saison solltest du flexibel bleiben, da Fähren und Flüge kurzfristig ausfallen können.
Im Vergleich zu Europa sind die Philippinen ein günstiges Reiseziel, auch wenn die Preise je nach Region und Saison schwanken. Eine einfache Unterkunft oder ein Hostelbett gibt es oft schon ab rund 15 bis 30 Euro pro Nacht, solide Mittelklassehotels liegen häufig bei 40 bis 80 Euro. Komfortable Resorts in beliebten Regionen wie El Nido oder Boracay können deutlich teurer sein. Beim Essen bist du sehr flexibel: In lokalen Restaurants oder an Garküchen zahlst du für eine Mahlzeit oft nur 3 bis 6 Euro, in touristischeren Lokalen entsprechend mehr. Ein Mietwagen ist auf den Inseln eher unüblich; plane stattdessen Kosten für Inlandsflüge, Fähren, Tricycles und Jeepneys ein. Tauchgänge und geführte Touren kommen noch obendrauf. Insgesamt lässt sich ein angenehmer Urlaub aber mit überschaubarem Budget planen.
An Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten mangelt es den Philippinen wirklich nicht. Ein absolutes Highlight ist El Nido auf Palawan mit seinen dramatischen Kalksteinfelsen und versteckten Lagunen, die du am besten per Boot erkundest. Ebenfalls auf Palawan liegt der Underground River bei Puerto Princesa, ein eindrucksvolles unterirdisches Flusssystem und UNESCO-Welterbe. Auf Bohol warten die ungewöhnlichen Chocolate Hills und die winzigen Koboldmakis (Tarsier). Naturfreunde sollten die Reisterrassen von Banaue auf Luzon besuchen, die seit Generationen in die Berghänge gegraben wurden. Wer gern unter Wasser ist, findet rund um Apo Island, Moalboal oder Coron erstklassige Tauch- und Schnorchelreviere, teils mit Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg. In Donsol oder Oslob lassen sich unter bestimmten Bedingungen Walhaie beobachten. In der Hauptstadt Manila lohnt ein Bummel durchs historische Viertel Intramuros mit der Festung Fort Santiago. Und für Wanderer ist die Besteigung kleinerer Vulkane wie am Taal-See ein lohnendes Ziel.
Die Philippinen teilen sich grob in drei große Inselgruppen: Luzon im Norden, die Visayas in der Mitte und Mindanao im Süden. Luzon ist die größte Insel und beherbergt die Hauptstadt Manila, die kühleren Bergregionen um Baguio und die Reisterrassen von Banaue. Palawan im Westen gilt vielen als schönste Region des Landes: El Nido und Coron locken mit Lagunen, Kalksteininseln und glasklarem Wasser, Puerto Princesa mit seinem Underground River. In den zentralen Visayas liegen beliebte Inseln wie Cebu, Bohol und Negros, die sich gut für Inselhopping, Tauchen und Wasserfälle eignen. Boracay ist bekannt für seinen feinen White Beach und das Strandleben. Siargao im Osten hat sich zum Treffpunkt für Surfer entwickelt. Mindanao im Süden ist landschaftlich vielfältig, hier solltest du dich vor der Reise aber besonders über aktuelle Sicherheitshinweise informieren. Für eine erste Reise bieten sich Palawan und die Visayas an, weil sie gut erschlossen und leicht zu kombinieren sind.