
Thailand verbindet auf engem Raum fast alles, was du dir von einer Reise nach Südostasien wünschst. Im quirligen Bangkok reihen sich goldglänzende Tempel wie der Wat Pho und der Wat Arun neben moderne Hochhäuser, Streetfood-Stände und schwimmende Märkte. Fährst du in den Norden nach Chiang Mai oder Chiang Rai, erwarten dich grüne Bergwälder, alte Königsstädte und ein deutlich entspannteres Tempo. Im Süden locken die Inseln der Andamanensee und des Golfs von Thailand mit feinem Sand, klarem Wasser und Kalksteinfelsen, die senkrecht aus dem Meer ragen. Typische Reisegründe sind das milde Tropenklima, die herzliche Gastfreundschaft, die berühmte Küche von Pad Thai bis grünem Curry und das gute Verhältnis von Preis und Erlebnis. Dazu kommt eine lebendige buddhistische Kultur, die du bei Tempelbesuchen, Klosterführungen und Festen wie Songkran und Loi Krathong hautnah erlebst. Ob du tauchen, wandern, durch Märkte schlendern oder einfach in der Hängematte liegen willst – Thailand lässt sich flexibel kombinieren und eignet sich für Backpacker, Familien und Paare gleichermaßen.

Thailand liegt in den Tropen, das Jahr teilt sich grob in eine trockene, eine heiße und eine regenreiche Phase. Für die meisten Regionen gilt die kühlere Trockenzeit von etwa November bis Februar als angenehmste Reisezeit, weil es dann weniger schwül ist und seltener regnet. Von März bis Mai wird es spürbar heiß, ideal für Strandtage, wenn dir hohe Temperaturen nichts ausmachen. Die Regenzeit zwischen Juni und Oktober bringt oft kurze, kräftige Schauer, aber selten Dauerregen, dafür satte grüne Landschaften und niedrigere Preise. Beachte das geteilte Klima im Süden: An der Andamanenküste rund um Phuket und Krabi ist die Hauptsaison etwa November bis April, während sich die Inseln im Golf wie Koh Samui oft bis in den Frühherbst hinein lohnen. Plane Aktivität und Region zusammen, dann passt das Wetter meist gut.

Thailand gilt als preislich angenehmes Reiseziel, wobei die Spannen je nach Region und Stil groß sind. Einfache Gästehäuser bekommst du oft schon ab ca. 15 bis 25 Euro pro Nacht, solide Mittelklassehotels liegen häufig bei ca. 40 bis 80 Euro, gehobene Resorts auf den Inseln können deutlich darüber liegen. Beim Essen sparst du besonders gut: Ein Gericht an einem Streetfood-Stand kostet oft nur ca. 1,50 bis 4 Euro, in einem Restaurant rechne eher mit ca. 5 bis 12 Euro pro Person. Ein Mietwagen schlägt grob mit ca. 30 bis 55 Euro pro Tag zu Buche, Roller sind günstiger. Inlandsflüge, Fähren und Züge sind im Vergleich zu Europa meist erschwinglich. Die genannten Werte sind Orientierungswerte und schwanken je nach Saison, Ort und Anbieter.

In Bangkok führt kaum ein Weg am Großen Palast mit dem Wat Phra Kaew vorbei, in dem der berühmte Smaragd-Buddha steht. Gleich nebenan findest du den liegenden Buddha im Wat Pho, abends lohnt der Blick auf den beleuchteten Wat Arun am Fluss Chao Phraya. Nördlich der Hauptstadt entführt dich der historische Park von Ayutthaya, die frühere Königsstadt, zu eindrucksvollen Tempelruinen. Im Norden ist Chiang Mai mit seiner Altstadt, dem Berg-Tempel Doi Suthep und ethisch geführten Elefanten-Auffangstationen ein Highlight. Naturfans zieht es in den Khao-Sok-Nationalpark mit Regenwald und Stausee oder in den Erawan-Nationalpark mit seinen türkisfarbenen Wasserfällen. Im Süden gehören Schnorcheln und Tauchen rund um die Similan-Inseln, eine Longtailboot-Tour durch die Phang-Nga-Bucht und das Inselhopping rund um Krabi und Koh Phi Phi zu den Klassikern. Wer es entspannter mag, besucht Märkte, lässt sich eine Thai-Massage gönnen oder nimmt an einem Kochkurs teil.

Thailand lässt sich grob in mehrere Reiseregionen einteilen, die jeweils einen ganz eigenen Charakter haben. Zentralthailand mit der Hauptstadt Bangkok ist das pulsierende Herz mit Tempeln, Märkten und der historischen Stätte Ayutthaya in Reichweite. Der Norden rund um Chiang Mai und Chiang Rai punktet mit Bergketten, Reisterrassen, Bergvölkern und der kühleren Luft des Hochlands, hier liegt auch der Goldene Dreieck genannte Grenzraum. Der Nordosten, die Region Isan, ist weniger touristisch, bietet aber bodenständige Küche, Khmer-Tempel und viel Alltagsleben. Im Süden trennen sich zwei Küsten: An der Andamanensee locken Phuket, Krabi und die Inseln Koh Phi Phi und Koh Lanta mit dramatischen Felsen, am Golf von Thailand liegen Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao, bekannt für Strände und Tauchreviere. Wer Ruhe sucht, findet sie auf kleineren Inseln oder im grünen Hinterland.