
Vietnam streckt sich als schmales, geschwungenes Band über mehr als 1.600 Kilometer entlang der südostasiatischen Küste – und auf dieser Strecke wechselt das Land sein Gesicht ständig. Im Norden ragen die smaragdgrünen Kalksteinfelsen der Halong-Bucht aus dem Meer, während sich rund um Sapa kunstvoll angelegte Reisterrassen die Berghänge hinaufstaffeln. In der Mitte erwartet dich die alte Kaiserstadt Hue, das laternengeschmückte Hoi An und kilometerlange Strände bei Da Nang. Im Süden pulsiert Ho-Chi-Minh-Stadt mit einem nicht enden wollenden Strom aus Mopeds, und das Mekong-Delta zieht sich als grünes Labyrinth aus Kanälen und schwimmenden Märkten durch die Landschaft. Du reist nach Vietnam für die Vielfalt: für dampfende Pho-Suppe an einem Straßenstand, für Begegnungen mit Bergvölkern, für Tempel, koloniale Boulevards und endlose Buchten. Das Land ist günstig, freundlich und überraschend abwechslungsreich – ideal für Entdecker, Genießer und alle, die Kultur und Natur in einer einzigen Reise verbinden möchten. Wer einmal hier war, kommt selten unbeeindruckt zurück.

Vietnam ist langgestreckt, deshalb herrscht selten überall gleichzeitig ideales Wetter. Grob gilt: Im Norden rund um Hanoi und Sapa sind die Monate von Oktober bis April angenehm, wobei der Winter spürbar kühl werden kann. Zentralvietnam mit Hue, Hoi An und Da Nang zeigt sich von Februar bis August von der trockenen Seite, während im Herbst kräftige Regenfälle möglich sind. Der Süden um Ho-Chi-Minh-Stadt und das Mekong-Delta bleibt ganzjährig tropisch warm und hat seine trockenste Phase von Dezember bis April. Möchtest du das ganze Land bereisen, sind die Übergangsmonate März, April und Oktober oft ein guter Kompromiss. Für Strandurlaub und Trekking solltest du dich nach der jeweiligen Region richten und die Monsunzeiten im Blick behalten.

Vietnam gilt als ausgesprochen günstiges Reiseland, in dem dein Budget weit reicht. Einfache, saubere Unterkünfte oder Gästehäuser gibt es oft schon ab ca. 12 bis 25 Euro pro Nacht, solide Mittelklassehotels liegen meist bei ca. 30 bis 60 Euro. Wer Komfort sucht, findet auch Häuser ab ca. 80 Euro aufwärts. Beim Essen punktet das Land besonders: Eine Schüssel Pho oder ein Banh Mi vom Straßenstand kostet häufig nur ca. 1,50 bis 3 Euro, ein Restaurantessen ca. 5 bis 10 Euro. Mietwagen mit Fahrer sind verbreiteter als Selbstfahren und kosten je nach Strecke und Anbieter ca. 50 bis 90 Euro pro Tag. Inlandsflüge, Züge und Busse sind günstig. Alle Angaben sind Richtwerte und schwanken je nach Region, Saison und Buchung.

Vietnams bekannteste Ikone ist die Halong-Bucht, in der du mit traditionellen Dschunken zwischen tausenden bewaldeten Kalksteininseln kreuzt. Kaum weniger eindrucksvoll ist die Altstadt von Hoi An, deren Gassen abends von unzähligen Seidenlaternen erleuchtet werden – beide gehören zum UNESCO-Welterbe. In Hue erkundest du die weitläufige Zitadelle und die Kaisergräber entlang des Parfümflusses. Im Norden lockt Sapa mit Trekkingtouren durch Reisterrassen und Dörfer der Bergvölker, während die Höhlen des Phong-Nha-Ke-Bang-Nationalparks, darunter die gigantische Son-Doong-Höhle, Abenteurer anziehen. In Ho-Chi-Minh-Stadt besuchst du das eindringliche Kriegsopfermuseum und die Cu-Chi-Tunnel. Hanoi begeistert mit der quirligen Altstadt, dem Hoan-Kiem-See und dem Literaturtempel. Wer es ruhiger mag, fährt mit dem Boot durch das Mekong-Delta oder genießt die Strände von Nha Trang und Phu Quoc. Ein Stopp an einem Streetfood-Markt gehört überall dazu.

Vietnam lässt sich grob in drei große Landesteile gliedern, die jeweils ganz eigene Stimmungen tragen. Der Norden rund um die Hauptstadt Hanoi steht für dramatische Bergwelten: In Sapa und der Region Ha Giang ziehen sich Reisterrassen über die Hänge, während die Halong-Bucht und das oft ruhigere Lan-Ha- und Bai-Tu-Long-Gebiet die Küste prägen. Zentralvietnam verbindet Geschichte und Strand – hier liegen die Kaiserstadt Hue, das charmante Hoi An und die moderne Küstenmetropole Da Nang mit ihren langen Sandstränden. Weiter im Landesinneren erstreckt sich das zentrale Hochland um Da Lat mit Kaffeeplantagen und kühlerem Klima. Der Süden wird vom Mekong-Delta dominiert, einem fruchtbaren Geflecht aus Flussarmen, Obstgärten und schwimmenden Märkten, sowie von der pulsierenden Großstadt Ho-Chi-Minh-Stadt. Vor der Südküste lädt die Insel Phu Quoc mit Palmenstränden zum Entspannen ein. Diese Vielfalt macht eine Rundreise besonders reizvoll.