Rumänien – wilde Karpaten, mittelalterliche Städte und ungezähmte Natur
Rumänien überrascht dich mit einer Vielfalt, die du so kaum erwartest. In Transsilvanien reihen sich von Sachsen gegründete Städte wie Sibiu, Brașov und Sighișoara aneinander, mit bunten Bürgerhäusern, Wehrkirchen und kopfsteingepflasterten Gassen. Drumherum erheben sich die wilden Karpaten, in denen noch Bären, Wölfe und Luchse leben und durch die sich Traumstraßen wie die Transfăgărășan schlängeln. Im Norden, in der Maramureș und der Bukowina, triffst du auf hölzerne Kirchen, bemalte Klöster und ein Landleben, das fast aus der Zeit gefallen wirkt. Bukarest, die quirlige Hauptstadt, mischt monumentale Bauten der kommunistischen Ära mit Jugendstilvillen, Cafés und einer lebendigen Szene. Im Osten lockt die Schwarzmeerküste, im Donaudelta entdeckst du eines der größten Feuchtgebiete Europas mit unzähligen Vögeln. Dazu kommen herzliche Gastfreundschaft, deftige Küche und Preise, die deutlich unter dem westeuropäischen Niveau liegen. Wer Natur, Geschichte und echte Ursprünglichkeit sucht, findet in Rumänien ein Reiseland, das sich noch entdecken lässt, abseits der großen Touristenströme und voller unerwarteter Momente.
Rumänien hat ein gemäßigtes Kontinentalklima mit warmen Sommern und kalten, schneereichen Wintern. Für Städtereisen und Wandern in den Karpaten eignen sich vor allem die Monate von Mai bis September am besten. Im Hochsommer (Juli und August) kann es in Bukarest und im Tiefland sehr heiß werden, während es in den Bergen angenehm bleibt. Frühling und Frühherbst sind ideal, wenn du Natur und Kultur kombinieren möchtest, mit milden Temperaturen und weniger Andrang. Die spektakuläre Bergstraße Transfăgărășan ist meist nur etwa von Juli bis Oktober befahrbar. Für einen Badeurlaub am Schwarzen Meer eignen sich Juni bis August. Wer Skifahren möchte, reist von Dezember bis März in Orte wie Poiana Brașov. Das Donaudelta zeigt sich im Frühling und Frühsommer besonders vogelreich.
Rumänien zählt zu den günstigeren Reisezielen Europas, auch wenn die Preise in Bukarest und touristischen Orten gestiegen sind. Eine einfache Übernachtung in einer Pension oder einem Gästehaus bekommst du oft schon ab ca. 30 bis 50 Euro pro Nacht, Mittelklassehotels liegen häufig bei ca. 60 bis 100 Euro. Ein Hauptgericht in einem typischen Restaurant kostet meist ca. 6 bis 12 Euro, ein Kaffee ca. 2 bis 3 Euro. Selbst kochen mit Einkäufen vom Markt ist sehr preiswert. Ein Mietwagen schlägt je nach Saison und Kategorie mit ca. 30 bis 60 Euro pro Tag zu Buche, dazu kommt günstiger Sprit. Fernbusse und Züge sind erschwinglich. Insgesamt kommst du mit einem überschaubaren Budget gut zurecht, genaue Preise hängen aber stark von Saison, Region und Komfort ab.
In Rumänien wartet eine Fülle an Highlights auf dich. Das Schloss Bran bei Brașov ist als sagenumwobenes "Dracula-Schloss" bekannt und thront malerisch auf einem Felsen. Schloss Peleș in Sinaia begeistert mit seiner prunkvollen Architektur im Stil der Neorenaissance. In Bukarest beeindruckt der gewaltige Parlamentspalast, eines der größten Gebäude der Welt, dazu der historische Altstadtkern Lipscani. Sibiu (Hermannstadt) und Sighișoara zählen mit ihren mittelalterlichen Altstädten zu den schönsten Städten des Landes. Wer Natur liebt, fährt die kurvenreiche Transfăgărășan oder die Transalpina über die Karpaten und wandert im Retezat- oder Piatra-Craiului-Gebirge. Im Donaudelta erkundest du per Boot ein einzigartiges Vogelparadies. Die bemalten Klöster der Bukowina mit ihren leuchtenden Fresken gehören zum UNESCO-Welterbe, ebenso die Wehrkirchen Siebenbürgens und die Holzkirchen der Maramureș. Abenteuerlustige können in den Bergen klettern, Rad fahren oder Bären in geführten Touren beobachten.
Rumänien gliedert sich in mehrere sehr unterschiedliche Regionen. Transsilvanien (Siebenbürgen) ist mit seinen sächsischen Städten Sibiu, Brașov und Sighișoara, den Wehrkirchen und den umliegenden Karpaten das touristische Herz des Landes. Im Norden liegt die Maramureș, eine ländlich geprägte Region mit kunstvollen Holztoren, traditionellen Dörfern und den berühmten Holzkirchen. Die Bukowina im Nordosten ist bekannt für ihre bemalten Klöster mit leuchtend bunten Außenfresken. Die Walachei im Süden umfasst die Hauptstadt Bukarest und weite Ebenen. Die Region Moldau im Osten lockt mit Weinbau und beschaulichen Landschaften. Im Westen liegt das Banat rund um die lebendige Stadt Timișoara mit ihren prächtigen Plätzen. Ganz im Osten erreichst du die Dobrudscha mit der Schwarzmeerküste rund um Constanța sowie das einzigartige Donaudelta, ein Labyrinth aus Wasserarmen, Schilf und Inseln. Jede Region hat ihren eigenen Charakter und lädt zum Entdecken ein.

